Ausgangssituation
An einem industriellen Produktionsstandort war eine Niederspannungs-Hauptverteilung erweitert worden. Damit stellte sich die Aufgabe, die Anlage und ihre Schutztechnik in die Wartungs- und Prüfplanung einzubeziehen. Für den Betreiber waren ein nachvollziehbarer Wartungsumfang und eine erneute Betrachtung der Schutzeinstellungen wichtig, damit die elektrische Energieversorgung der Produktion geordnet betrieben und geprüft werden konnte.
Aufgabenstellung
Gefordert war ein zusammenhängendes Leistungspaket für die Niederspannungsebene bis 1.000 V. Dazu gehörten eine Gefährdungsbeurteilung und Wartungskonzeption für Hauptverteilung und Unterverteilung sowie Prüfungen an der Schaltanlage. Vorgesehen waren unter anderem Thermografie, die Prüfung der Kabelschottsysteme und Prüfungen nach DGUV V3 und DIN VDE 0105-100/A1. Ergänzend sollten die Schutzkoordination und Selektivität betrachtet, Schutzeinstellungen neu berechnet und Leistungsschalter parametriert werden.
Lösung
Das vorgesehene Vorgehen verbindet die Wartungsvorbereitung mit Prüf- und Engineering-Leistungen. Eine Gefährdungsbeurteilung strukturiert die Wartungskonzeption für die betroffenen Verteilungen. Die Prüfung der Anlage umfasst mehrere abgestimmte Prüfschritte; die Schutzbetrachtung bezieht die erweiterte Niederspannungsebene und die erforderliche Selektivität ein. Die Ergebnisse werden so aufbereitet, dass sie als technische Grundlage für Wartung, Parametrierung und den weiteren Anlagenbetrieb dienen.
Ergebnis
Die Kombination aus Wartungskonzeption, Anlagenprüfungen und aktualisierter Schutzbetrachtung schafft eine nachvollziehbare Grundlage für die Instandhaltung der Niederspannungsverteilung. Der Betreiber erhält damit eine strukturierte Sicht auf Prüfbedarf und Schutzeinstellungen sowie technische Unterlagen zur Unterstützung eines geordneten, sicherheitsbewussten Betriebs.
